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Medien und Gesellschaft

Wie haben Nachrichten dazu beigetragen, dass der Klimaschutz verschleppt wurde?

Christoph Zensen
Informationswissenschaft, Medieninformatik, Produktmanagement

#ViewFromSomewhere #MovementJournalism

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Christoph ZensenDonnerstag, 13.08.2020

Die Soziologin Rachel Wetts (@RachelWetts) hat eine computerlinguistische Untersuchung von drei großen US-Zeitungen gemacht, um herauszufinden, ob und wie sich die Berichterstattung auf den Klimaschutz-Diskurs ausgewirkt haben könnte. (Link zur Studie)

"Opponents of climate action have been given an outsize opportunity to sway this debate" – Rachel Wetts

Für die Studie hat die Forscherin zunächst Pressemitteilungen gesammelt, in denen Klimaschutz entweder befürwortet oder abgelehnt wird.

Im Anschluss hat sie diese mittels einer Software für Plagiatserkennung mit Artikeln aus The New York Times, The Wall Street Journal und USA Today verglichen.

Das Ergebnis für den untersuchten Zeitraum 1985 -2014:

"I find that press releases opposing action to address climate change are about twice as likely to be cited in national newspapers as are press releases advocating for climate action." – Rachel Wetts

Wetts selbst erklärt sich dieses Ergebnis als Result einer falschen Fixierung auf politische Objektivität. 

Wetts said one reason for the imbalance might be tied to journalistic norms of objectivity, which reporters and editors often interpret as a need to give at least two sides to every story, no matter the science. 


Wie haben Nachrichten dazu beigetragen, dass der Klimaschutz verschleppt wurde?

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Kommentare 4
  1. Daniela Becker
    Daniela Becker · vor fast 4 Jahre

    Ich hatte dazu auch mal was geschrieben
    https://www.riffreport...

    1. Christoph Zensen
      Christoph Zensen · vor fast 4 Jahre · bearbeitet vor fast 4 Jahre

      Klasse Text, vielen Dank.

      "Einem solchen Missverständnis von journalistischer Neutralität lässt sich am besten durch einen Redaktionsleitfaden entgegentreten, wie sich ihn beispielsweise der Guardian gegeben hat."

      In einer Chatsession beim Correspondent hatte sich Alan Rusbridger zu dieser Entscheidung mal geäußert:

      "I myself tried to keep advocacy restrained except where there was an overwhelming case. Freedom of expression, for example. Or climate change (our keep it in the ground campaign). With most issues, though, the greater service is in presenting evidence on all sides of the question."

      Der Guardian macht da also einmal die große Ausnahme. Kann man so machen. Damit sich dieses Verständis wirklich verbreitet, müssen die journalistischen Standards überarbeitet werden.

    2. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor fast 4 Jahre

      @Christoph Zensen Klar, Begriffe "vorschreiben" ist immer ein slippery slope. Ich denke das ist ein winziges Detail um verständlich zu machen warum die Klimakrise solange verniedlicht wurde. Wichtiger aber ist natürlich dass Journalisten den Ursachen auf den Grund gehen also über die Fossil Lobby etc berichten und das in den Gesamtzusammenhang setzen. Da gibt es aus meiner Sicht auch enorm viel Nachholbedarf.

    3. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor fast 4 Jahre

      @Daniela Becker Zum Thema Begrifflichkeiten hat meine Kollegin Johanna Romberg übrigens mal einen sehr guten Text geschrieben den ich hier auch schon empfohlen hatte
      https://www.piqd.de/me...

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