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Formiert sich in Peru nach der Ölpest eine neue Umweltbewegung?

RiffReporter eG
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RiffReporter eGFreitag, 28.01.2022
Wie jeden Tag in aller Frühe warf Felix Maquin am Montag, den 17. Januar, seine Netze aus. Das Meer vor Ancón, einem Badeort rund 40 Kilometer nördlich von Lima, ist mit großem Fischreichtum gesegnet. Selbst wenn man wie Maquin kein eigenes Boot hat, sondern nur vom Strand oder einem Felsen ein Netz oder eine Angel auswirft, bleibt normalerweise noch genügend hängen, um auf einen bescheidenen Tagelohn zu kommen. "Handwerkliche“ Fischer nennt man die Menschen wie Felix Maquin, im Gegensatz zu industriellen Fischern.
Doch an jenem Montag fing Felix Maquin keinen Fisch. Eine braune, übel riechende und ölige Brühe schwappte gegen die Felsen und den Strand.

An der offiziellen Darstellung des Unternehmens Repsol, wie die 6.000 Fass Rohöl entweichen konnten, die eine verheerende Ölpest verursacht haben, gibt es große Zweifel.

Hildegard Willer ist vor Ort und berichtet von den Umweltschäden, die entstehen.

Dank des Humboldt-Stroms ist der Pazifik vor Peru nicht nur sehr fischreich, sondern mit großer Biodiversität gesegnet. Deshalb sei es auch nicht einfach zu beziffern, wie viele Arten geschädigt seien, meint Biologe Max Hidalgo von der peruanischen Universität San Marco in einem Online-Panel zur Erdölkatastrophe. Er schätzt, dass rund 20 Vogelarten und 120 bis 130 Meerestiere und -organismen vom Erdöl in ihrer Existenz bedroht sind.

Und sie begleitet Bürger:innen, die, entsetzt von dieser erneuten Umweltkatastrophe, beginnen eine Umweltbewegung zu formieren.

„Es ist wie der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“, sagt Joseph Rojas. Der 26-jährige Biologe setzt sich seit Jahren für den Erhalt von Feuchtwiesen und Biotopen in seinem Viertel Ventanilla ein. In einer Stadt, die in den vergangenen 30 Jahren dem Kapitalismus in seiner neoliberalsten Ausprägung gehuldigt hat, kommt dies einer Sisyphus-Arbeit gleich. Nun geht Joseph als Freiwilliger an den Strand, um Vögel und andere Tiere vor dem Erdöl zu retten. Er spricht sich mit Umweltgruppen aus der Hauptstadt ab und organisiert Demos vor der Raffinerie. „Endlich werden wir gehört“, sagt er.
Formiert sich in Peru nach der Ölpest eine neue Umweltbewegung?

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