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Kurator'in für: Technologie und Gesellschaft Medien und Gesellschaft Klima und Wandel
Irgendwas mit Medien seit 1996, Typograph, Grafiker, Blogger. Ask me anything.
Psychologen der Uni San Diego unter der Leitung von Jean Twenge veröffentlichten ein neues Paper über Depressionen und Mental Health Issues unter Jugendlichen, in dem sie einen starken Anstieg seit 2011 feststellen und zwar vor allem unter Millennials, also den nach 1980 geborenen. Gleichzeitig stellten die Forscher einen signifikanten Anstieg von Stress und Selbstmordgedanken unter Jugendlichen fest.
Jean Twenge untersuchte Umfrageergebnisse von über 200.000 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren von 2005 bis 2017 und von fast 400.000 Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und darüber von 2008 bis 2017. Die Zahl der Jugendlichen, die Symptome angaben, die auf eine schwere Depression hinweisen, stieg um 52 Prozent (von 8,7 auf 13,2 Prozent), der Anstieg unter jungen Erwachsenen (18-25 Jahre) betrug sogar 63 Prozent. Bei Älteren stiegen Depressionen zwischen 2005 und 2017 unter 26-29-Jährigen um 29 Prozent, in den anderen Altersgruppen wurden sie weniger.
Zwei interessante Details: Die Zunahme von Mental Health Issues ist bei Mädchen stärker als bei Jungs (der Popularitätswettbewerb ist unter Mädchen, so scheint mir, gnadenloser und härter, gerade im Hinblick auf soziale Interaktion, was sich in diesen Zahlen deutlich abbildet). Und reichere Einkommensschichten sind eher von Stress und Selbstmordgedanken geplagt, die unteren Einkommensschichten leiden eher unter Depressionen. Auch hier erscheint mir vor allem der Wettbewerb um Sichtbarkeit und Popularität relevant, der unter reicheren Menschen ausgeprägter scheint.
Der Anstieg verläuft praktisch parallel zum Siegeszug von Social Media und die Psychologen halten das Netz, Smartphones und Soziale Medien für die Ursache dieses Anstiegs.
Quelle: Jim Sliwa / American Psychological Association EN apa.org
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Ziemlich schlimm aber leider auch nicht wirklich überraschend, oder? Das hat gewiss auch mit problematischen Schönheitsidealen, Mobbing usw. zu tun. Vor allem Mobbing muss in diesen Tagen um einiges fürchterlicher sein als früher (und das sage ich als jemand, der damit in der Schule Erfahrung hatte). Früher konnte man sich dem Ganzen ja wenigstens teilweise entziehen, indem man gewisse Klassen oder Personen mied, doch mittlerweile ist alles mit Facebook und Instagram verknüpft.
du hattest ja schon eine andere Studie hier gepiqd, mit ähnlichen, noch dramatischeren Zahlen. Dieses mal lese ich sie auch ;)
Trotzdem ein Vorab-Kommentar: in deinem anderen piq war von "bullying" als Grund für diesen weiblichen Mehranteil am Problem die Rede. Das ist vage. Ich will mal sagen, was ich vermute und betone, dass es nichts mehr als eine Vermutung ist, außer vielleicht, dass ich 2 weibliche Teenager zu Hause habe: das Angebot für Jugendlich via smartphone ist fast solide scheisse. Nicht das Smartphone, sondern das Angebot. Offensichtlich ist es für Mädchen noch toxischer, als für Jungen. Während das stereotyp männliche Angebot des Zockens einfach Zeit frisst, doof ist und Frusttoleranz zerstört, ist das stereotyp weibliche Angebot bedeutend perfider, denn social media und social communication sind der reinste Brandbeschleuniger für Gefallsucht und die omnipräsente Bereitstellung von nicht erreichbaren Idealbildern und Idealcharakteristika.
Mich regt auf, wie "wir", also die ganze liberale, manchmal linke, feministische, digitale und ach so zukunftsliebende Posse damit umgeht. Nämlich gar nicht. Immer schön in die Ecke vom digitalen Dorf gucken, in der es noch kuschelig ist und Mauler sofort teeren und federn...
Aber jetzt les ich es erstmal...