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Wie verändert sich Drogenkonsum während der Corona-Zeit?

Benedikt Sarreiter
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Benedikt SarreiterMontag, 08.06.2020

Jedes Jahr befragt der Global Drug Survey User weltweit zu ihrem Drogenkonsum. Nun hat die Forschungseinrichtung aus London sie zu ihrem Verhalten während der Pandemie interviewt. Zeit Online arbeitet mit dem GDS zusammen. In diesem Text berichtet Linda Fischer über die ersten Ergebnisse der Umfrage. 19000 Deutsche haben im Mai an ihr teilgenommen, das ist natürlich nicht besonders repräsentativ für die Gesamtbevölkerung, aber zeigt Tendenzen auf, etwa beim Alkoholkonsum:

Etwa 40 Prozent der Teilnehmerinnen berichtete, an mehr Tagen in der Woche Alkohol zu trinken als zu Vor-Corona-Zeiten. Etwa jeder Fünfte gab an, wenn er trinkt, mehr als fünf alkoholische Getränke zu sich zu nehmen und jede vierte Befragte gab an, während der Kontaktbeschränkungen schon früher am Tag, den ersten Drink zu nehmen. Als Gründe gaben sie an: mehr Zeit und mehr Langeweile.  

Die Art des Konsums hat sich aber auch verändert:

Ähnlich häufig berichteten Befragte, dass sie seltener größere Mengen Alkohol tranken, also fünf oder mehr Gläser auf einmal. Der Hauptgrund: Es fehlt an passenden Gelegenheiten. Bars waren oder sind noch immer geschlossen, gemeinsames Feiern verboten. Und auch die Treffen mit den üblichen Trinkpartnerinnen und -partnern fielen aus.

Kokain und MDMA wurden seltener genommen, denn auch hier fehlte der passende Kontext. Keine Partys, keine Clubbesuche. Marihuana dagegen war beliebter, aus den gleichen Gründen wie der Alkohol. Das GDS untersucht auch, wie die Corona-Zeit das Verhalten der User verändert hat, ob der erhöhte Alkoholkonsum etwa zu mehr Gewalt geführt hat, welche Bedeutung Beruhigungsmittel gespielt haben. Diese Ergebnisse werden bald veröffentlicht. Hier kann man selbst an der Umfrage teilnehmen: https://www.globaldrugsurvey.world/s3/70469a5e76d4

Wie verändert sich Drogenkonsum während der Corona-Zeit?

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