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Warum verbringt jemand 500 Tage in einer dunklen Höhle?

Theresa Lachner
Journalistin / Systemische Sexualberaterin / Gründerin von LVSTPRINZIP
Zum Kurator'innen-Profil
Theresa LachnerFreitag, 26.01.2024

Der Wunsch ist für Introvertierte und alle anderen, die die Schnauze von der Menschheit manchmal voll haben, erst mal nachvollziehbar: Endlich Ruhe, sich verkriechen in einer dunklen Höhle.

Die Extremsportlerin Beatriz Flamini fand diesen Gedanken so toll, dass sie sich - nach ein paar Jahren Vanlife im Wald - im November 2021 entschloss, 500 Tage in einer Höhle zu verbringen. Diesem Longread im New Yorker verdanke ich nicht nur das neu erlernte Wort "spelunking" - höhlenwandern - sondern auch ein paar spannende Einblicke, wie es Flamini in der Höhle er gangen sein muss. Sie wurde dabei nämlich von einem Team aus Forscher*innen betreut und dokumentierte das Experiment für einen möglichen Dokumentarfilm mit zwei GoPro-Kameras. 

She put on a spelunking helmet, slung a large duffelbag on her back, hooked a carabiner to a guide rope, and prepared to rappel down the vertical shaft. The cave’s opening was such a small slit that Flamini had to struggle to fit inside. As she lowered herself down the long, narrow chute, she looked up at the volunteers, stuck out her tongue, and joked, “See you in just a night.” 

Her Instagram account was silent for the next five hundred days.

Als der Autor des Texts sie einige Wochen nach Beendigung des Experiments trifft, wirkt es zunächst, als wäre das alles für Flamini eher ein entspannender Urlaub gewesen. Doch sie verliert zunehmend das Gefühl für Raum, Zeit und sich selbst.

“I didn’t exactly lose consciousness, but the darkness saps you of life.” She went on, “The solitude, the social uprooting, it consumes you. Or, to put it a better way, you eat—you down nutrients—but you consume yourself.” A year and a half in the Motril cave had been survivable, she continued, but if she’d stayed underground for five years she would have died.

Ebenso düster wie es in der Höhle gewesen sein muss, lesen sich die Beschreibungen von Flaminis GoPro Videomaterial - wie Stoff für einen Horrorfilm.

In the sealed world of the cave, small things cause big irritations, as if she were a passenger stuck in a middle seat during a transoceanic flight. The random noises that at first charmed her, like the shaman’s drums, begin to grate. She thinks that the floor of the cave may be moving. In January, 2022, she starts hearing a strange sound. It resembles a duffelbag being dragged—perhaps it’s an animal. In a GoPro video, she urges the Motril team to send down a device with which to document the noise. “This is not paranoia,” she says to the GoPro. “This is not hallucinations.” Shortly afterward, her eyes wide with anxiety, she invites the group down to listen and says, “Fuck this shit. If it’s an animal, it’s a big animal. Maybe it fell in. Maybe it got in through a hole. I don’t know.” She starts sleeping with a knife in her tent.

War dieses Experiment eine gute Idee? Der Artikel lässt die Frage offen - und so wirkt die Geschichte noch lange nach dem Lesen nach.

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Kommentare 1
  1. Theresa Bäuerlein
    Theresa Bäuerlein · vor 6 Monaten

    Unglaublich tolle Geschichte. Auch die Tatsache, dass Flamini den Aufenthalt in der Hölle zunächst nur als Vorbereitung auf die Durchwanderung der mongolischen Wüste geplant hat! "She initially imagined that she would identify a cave in Spain that had never had human visitors, bring down more than a year’s worth of food and water, and come back up when she’d consumed it all. Then she’d buy that ticket to Mongolia."

    Wie ist man so furchtlos?

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