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Fundstücke

Roma und Sinti: Die ignorierten Opfer der Nazidiktatur

Jürgen Klute
Theologe, Publizist und Politiker
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Jürgen KluteMittwoch, 10.04.2024

Rund 500.000 Roma und Sinti wurden während der Nazidiktatur ermordet. Auch das war und ist ein Genozid. Roma und Sinti haben keine eigene Religion. Der größere Teil von ihnen ist entweder christlich-orthodox oder islamisch. Das ist insofern relevant, als das keineswegs nur Menschen jüdischen Glaubens Opfer des deutsch-nationalsozialistischen Rassenwahns und Genozids wurden, sondern auch Muslime.

Bis heute werden Roma und Sinti in Deutschland wie auch in vielen anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union heftig diskriminiert. Im Februar 1982 wurde der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma gegründet. Langjähriger Vorsitzender ist Romani Rose. Zum internationalen Roma-Tag, der seit 1971 am 8. April eines jeden Jahres begangen wird, hat Jean-Philipp Baeckon für die taz ein Interview mit Romani Rose geführt. Rose spricht in diesem Interview über sein jahrzehntelanges Engagement für die Roma und Sinti, über die vielfältigen Formen der Diskriminierung, über den bis heute fragwürdigen Umgang der deutschen Politik mit den Repräsentanten der Roma und Sinti und über die Spannungen, die es auch innerhalb der Roma und Sinti gibt. Letztlich ist auch das Interview ein Lehrstück über die Sperrigkeit, mit der deutsche Politik noch immer mit den Opfern der Menschheitsverbrechen der Nazidiktatur und ihren Nachkommen umgeht.

Roma und Sinti: Die ignorierten Opfer der Nazidiktatur

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Kommentare 6
  1. Lutz Müller
    Lutz Müller · vor 2 Monaten

    Danke für diesen wichtigen Pick.

    „Der lange Weg der Sinti und Roma“, eine halbstündige hr-Doku aus 2023, besticht mit den Aussagen von Zeitzeugen über den Kampf für ihre Rechte, gegen Demütigungen. Noch jahrzehntelang war es die offizielle Position der Alt-BRD, dass es keine Verfolgung der Sinti und Roma durch die Nazis aus rassistischen Motiven gegeben hätte – sie seien ausschließlich als „Asoziale“ in die KZ deportiert worden. https://www.ardmediath...

    Zilli Schmidt (Reichmann) überlebte mehrere Konzentrationslager. Fast ihre gesamte Familie wurde in Auschwitz ermordet. Sie verstarb 2022 in Mannheim im Alter von 98 Jahren. Ihre Mahnung: „Die Neo-Nazis, die sind am Werk. Die schlafen nicht.“ https://www.ardmediath...

  2. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

    .. ignoriert wohl nicht, aber immer noch ... "anders" gesehen und diskriminiert (=auch wenn die Diskriminierung im Deutschland sicher eine etwas andere ist als zb in Rumänien).

    Häufig werden die Sinti und Roma bei uns diskriminiert, die kurioserweise eher als Rumänen wahrgenommen werden...
    Wenn sie in Deutschland sichtbar sind dann häufig so. Und ja, das ist unsere (deutsche und europäische) Verantwortung.

  3. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 2 Monaten

    ...vielleicht ist das jetzt piefig von mir, aber die Überschrift hat mich gestört (...nicht als Redakteur, nur als Leser). Das Thema wird doch nun wirklich schon lange nicht mehr "ignoriert" und ich glaube allgemein nicht, dass man der Sache hilft, wenn man sie schlechter macht, als sie ist.

    1. Jürgen Klute
      Jürgen Klute · vor 2 Monaten

      Ja, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit erfahren Roma und Sinti mittlerweile zum Glück tatsächlich. Aber dass von ihnen auch eine große Zahl Opfer der Nazis wurde scheint mir doch immer noch eher unbekannt zu sein. Aber vielleicht bin ich da auch etwas zu kritisch.

  4. Gabriele Feile
    Gabriele Feile · vor 2 Monaten

    Danke vielmals für den piq. Romani Rose war vor kurzem auch bei Tilo Jung von Jung & Naiv. Ich habe das fast 3-stündige Interview noch nicht gesehen. Doch die Kommentare machen Lust darauf. Hier der Link: https://www.youtube.co...

    1. Jürgen Klute
      Jürgen Klute · vor 2 Monaten

      Danke für die Ergänzung.

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