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Neues aus dem Hause maiLab: Wie gelingt gute Corona-Wissenschaftskommunikation?

Alexander Sängerlaub
Publizist, Journalist, Utopist

Programmleiter Zukunft des Journalismus am Bonn Institute & Direktor futur eins

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Alexander SängerlaubDienstag, 21.04.2020

Vor zwei Wochen hat sich Mai Thi schon aus der Elternzeit zurückgemeldet mit einem ziemlich genial gemachten Video, das erklärt, wie der Ausweg aus der Corona-Zeit aussehen könnte und welche Faktoren hierfür eine Rolle spielen.

Nun widmet sie sich den drei "Star-Virologen" der Corona-Pandemie in Deutschland und deren Wissenschaftskommunikation in der Öffentlichkeit: Drosten, Streeck und Kekulé. Sie analysiert, was davon gelungen und weniger gelungen ist – aber auch die Rolle des Wissenschaftsjournalismus kommt nicht zu kurz. In ihrem Video bringt sie es schön auf die Formel: Wissenschaftler beschäftigen sich mit dem what?, die Leute interessiert aber das so what?.

Um nicht zu viel vorweg zu nehmen, nur ein-zwei Sätze zu jedem:

  • Christian Drosten: Weltweit führender Coronaviren-Experte an der Charité – ihn lobt Mai Thi vor allem dafür, dass er immer wieder ehrlich die Grenzen seines Wissens betont (und sich aus dem so what? meist raushält). Gelobt wird er auch dafür, das er im Podcast schwierige & komplexe Zusammenhänge relativ einfach runterbrechen kann. Kritisch beschäftigt sie sich mit Drostens Medienkritik.
  • Henrick Streek: Ist Drostens Nachfolger am Lehrstuhl für Virologie an der Universität Bonn. In seiner Kommunikation ist er weniger vorsichtig im Vergleich zu Drosten und hat sich unglücklicher Weise von Laschet und Storymachine einspannen lassen. Seine Kommunikation bewertet sie als an vielen Stellen misslungen.
  • Alexander Kekulé: Forscht an der Universität Halle-Wittenberg in "Medizinischer Mikrobiologie", forscht allerdings nicht selbst an Coronaviren. Sie findet verschiedene Aussagen von Kekulé widersprüchlich.

MaiLab nimmt dabei auch die mediale Berichterstattung auseinander und es wird deutlich, dass es eben leider auch an (guten bzw. überhaupt) Wissenschaftsjournalist:innen im Land mangelt. Gerade im Umgang mit Statistiken müssten einige Redaktionen noch mal auf die Schulbank. Verkürzungen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate leisten ihr Übriges. Dabei gibt es natürlich nicht "die Medien", sondern jedes journalistische Outlet hat seine eigene Qualität bzgl. der Corona-Berichterstattung.

Spannend ist übrigens, dass in fast allen Ländern Menschen den Ausführungen von Wissenschaftler:innen gerade aufmerksam lauschen – und diesen auch viel Vertrauen schenken. Die Oxford University/Reuters Institute hat sich dazu die Mediennutzung und das Vertrauen in verschiedene Formate genauer angeguckt und präsentiert interessante Zahlen für sechs Länder, die ich euch als Add-On-piq noch oben raufpacke.

Neues aus dem Hause maiLab: Wie gelingt gute Corona-Wissenschaftskommunikation?

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Kommentare 3
  1. Ingeborg Hilgert
    Ingeborg Hilgert · vor mehr als 4 Jahre

    Lieber Alexander Sängerlaub,
    was mit "widersprüchlig" gemeint ist, habe ich schnell erraten, aber was, bitte, ist ein "journalistisches Outlet"? Wenn man Wikipedia glauben darf, dann ist "ein Outlet ... im deutschen Sprachraum eine Verkaufsstelle, in der Waren aus nicht mehr aktuellen Kollektionen, B-Ware, Rückläufer des Handels oder Ware aus Überproduktionen zu in der Regel günstigeren Preisen angeboten werden". Was also soll der Satz "jedes journalistische Outlet hat seine eigene Qualität bzgl. der Corona-Berichterstattung" mir sagen?
    Mit verwirrten Grüßen - und Dank für den MaiLab-Tipp
    I. Hilgert

    1. Yvonne Franke
      Yvonne Franke · vor mehr als 4 Jahre

      Vielen Dank für den Hinweis auf die Rechtschreibung. Im Englischen hat sich der Ausdruck "Media Outlet" für Medienunternehmen etabliert.

    2. Alexander Sängerlaub
      Alexander Sängerlaub · vor mehr als 4 Jahre

      @Yvonne Franke Manchmal rutscht einem doch etwas durch, Entschuldigung. Bei den "Outlets" war ich wohl im Kopf noch im Englischen unterwegs. Es ist so, wie Yvonne sagt ;-)

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