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Flucht und Einwanderung

Gestern & Heute: Wir sind Menschen, ertrinkende Flüchtlinge nicht

Achim Engelberg
Dr. phil.
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Achim EngelbergMontag, 10.07.2023

Der Titel dieses piqs ist drastisch gewählt, aber leider wahr. Wenn Menschen aus (relativen) Wohlstandsgebieten des Planetens in Seenot geraten, wird vieles in Bewegung gesetzt. Besonders wenn sie reich sind.

Wir sahen es gerade beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der griechischen Küste mit Hunderten Toten und beim Unglück der Titan, in der Reiche zum Wrack der Titanic tauchen wollten.

Dazu gibt es feine Unterschiede zwischen Schutzsuchenden aus der Ukraine oder aus Afghanistan.

Aus diesen Konflikten und Unterschieden erarbeitete der österreichische Filmemacher Wolfgang Fischer ein Werk mit dem rätselhaften Titel "Styx". Es ist – so Karsten Munt im Filmdienst – ein

konzentriertes menschliches Drama um eine deutsche Ärztin, die mit ihrem Segelboot vor der Küste Afrikas auf ein havariertes Flüchtlingsschiff trifft und angesichts der Tatenlosigkeit der Seenothilfe zur Entscheidung gezwungen wird.

Eine rote Leine schaukelt auf den Wellen des Meeres. Sie ist die Absicherung auf offenem Gewässer; eine Lebensversicherung, die eine Rettung auch dann ermöglicht, wenn sich der Retter nicht selbst der Strömung aussetzen will. Die Leine ist eine Art letzter Faden, der die Welt der Lebenden vom Hades trennt, dessen Präsenz in „Styx“ bereits im Titel angedeutet wird.

...

Ertrinkende Europäer werden als Menschen betrachtet, ertrinkende Flüchtlinge hingegen als Problem. Ein Problem, für das eine einzige rote Rettungsleine nicht mehr ausreicht.

Der starke Film, der von der großartigen Susanne Wolff getragen wird, ist in der ARD-Mediathek bis zum 02. August 2023 zu sehen.

Die feinen und die gröberen Unterschiede sind auch Themen eines Textes aus dem Jahr 2015, der einmal in Lesebüchern unserer Zeitenwende zu finden sein könnte.

Der kürzlich verstobene Martin Amis, über den eigentlich ein eigenständiger piq gut wäre, schrieb eine essayartige Reportage "Oktober", die die "Flüchtlingskrise" im Schatten des Münchner Oktoberfestes im New Yorker mit historischem Sinn darstellt. Wie immer bei diesem Erzähler gibt es eine überraschende Pointe.


Gestern & Heute: Wir sind Menschen, ertrinkende Flüchtlinge nicht

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