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Zum 1. Mai. Das Los der digitalen Tagelöhner – ein Heer armer Teufel?

Marcus Ertle
Journalist
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Marcus ErtleDienstag, 30.04.2019

Morgen ist der Tag der Arbeit. Der Tag, an dem Gewerkschafter und andere Gerechtigkeitsbewegte auf die Straßen und Plätze gehen und für die Anliegen der Arbeitenden (um es ausnahmsweise gendergerecht zu formulieren) demonstrieren. 

Das wirkt inzwischen ja auf viele etwas angestaubt. Die verstaubte rote Fahne der internationalen Solidarität. Die Appelle breitschultriger Betriebsratsvorsitzender. Ist das überhaupt noch zeitgemäß, auch und gerade für junge Menschen, die doch wahrscheinlich eh Start-up-Millionäre werden? 

Vielleicht lässt sich die Frage einfacher beantworten, wenn wir zum Beispiel auf die Geschäftsmodelle all der großen und kleinen Player der Plattformökonomie von Amazon bis Deliveroo blicken. Die funktionieren nämlich nur deswegen so gut, weil sie die bei ihnen beschäftigten Crowdworker unter Zuhilfenahme permanenter digitaler Überwachung und Scheinselbständigkeit ausbeuten. 

Aber wieso lassen sich so viele Menschen auf diese Art ausbeuten und was tun die Gewerkschaften, um deren Los zu verbessern? Wie aktuell ist der Satz von Karl Marx, dass die Arbeiter, wenn sie sich nicht organisieren, "lebenslang ein Heer armer Teufel" bleiben werden? 

Diesen Fragen geht die sehr hörenswerte Sendung des Deutschlandfunks nach.

Zum 1. Mai. Das Los der digitalen Tagelöhner – ein Heer armer Teufel?

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