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Technologie und Gesellschaft

Philippinen als Webcam-Sex-Hub: Kindesmissbrauch als Familiengeschäft

Sonja Peteranderl
Reporter

Senior Editor @Wired_Germany. Co-Founder @BuzzingCities Lab. Berichtet auch für andere Medien wie Spiegel Online über internationale Politik, Tech, Cyber & Crime, OC, oft aus Lateinamerika/Mexiko.

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Sonja PeteranderlMittwoch, 01.06.2016

Schnelles Internet, Armut und englische Sprachkenntnisse als toxische Mischung: Die Philippinen sind inzwischen ein boomender Markt für das Sexcam-Business geworden. Zehntausende Kinder und Jugendliche tanzen vor der Kamera, begehen miteinander sexuelle Handlungen, werden missbraucht. Durch das Livestreaming sind die Beweise flüchtig, Ermittler müssen sich erst aufwändig einen Zugang zur Szene oder zu den Familien verschaffen.

Der Artikel von Oliver Holmes für den Guardian offenbart, wie eindimensional die klassische Täter/Opfer-Betrachtung ist. Denn auf den Philippinen ist das Sexcam-Business oft ein Geschäft, das die Familie gemeinsam aufzieht — und manchmal sind es sogar die Kinder selbst, die das Business initiieren, online mit den Pädophilen verhandeln und hoffen, der Familie so zu helfen der Armut zu entkommen. Die Bereitschaft bei den Opfern, mit der Polizei zusammenzuarbeiten, tendiert gegen Null: Die Kinder sehen ihre Eltern nicht als Täter und wollen zurück in die Familien.

Philippinen als Webcam-Sex-Hub: Kindesmissbrauch als Familiengeschäft

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