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Pop und Kultur

Dokumentarfilme für die Ewigkeit

Fabian Peltsch
Musikjournalist

Fabian Peltsch lebt und arbeitet in Peking und Berlin und schreibt regelmäßig für Rolling Stone, Musikexpress, Mint, China Table, RADII, Fluter und die Berliner Morgenpost. Er interessiert sich vor allem für globale Popkultur-Perspektiven jenseits von World-Music-Klischees.

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Fabian PeltschFreitag, 27.11.2020

Sein durch die Corona-Pandemie stark eingeschränktes Sozialleben habe dazu geführt, dass sein eh schon starkes Interesse an Dokumentarfilmen zur Obsession wurde, schreibt Film-Nerd Richard Brody im Vorwort seiner Liste der "62 Filme, die die Dokumentarfilmkunst für immer verändert haben". Die Magie von Dokumentarfilmen bestehe ja vor allem darin, dass sie zu anderen Menschen Verbindungen aufbauen, so Brody – selbst zu solchen, die an fernen Orten leben oder in fernen Zeiten gelebt haben. Perfekt für die Isolation also. 

Die Spanne seiner im New Yorker veröffentlichten, chronologisch geordneten Liste reicht von 1930 bis 2020, darunter finden sich Genre-Sprenger wie "Symbiopsychotaxiplasm: Take One", historische Interviewbrocken wie "Shoah" oder neuere Investigativ-Dokus wie "One Child Nation" über die Folgen der "Ein-Kind-Politik" in China. Brody schreibt, dass die nicht-fiktionale Filmkunst in den letzten zehn Jahren eine ästhetische Revolution erlebt habe, namentlich eine Revolution der "Personalisierung": Immer öfter werden die Filmemacher selbst Teil der Erzählung, etwa indem ihre Anwesenheit das Leben und Verhalten der Protagonisten beeinflusst:

The most artistically advanced documentaries are those in which the participants are engaging conspicuously with the filmmakers; in their most radical forms, they show the influences, inspirations, or perturbations that the people onscreen experience from the filmmakers’ presence. Which is another way of saying that, although documentaries follow real people, their crucial material and subject is nonetheless performance.

Wer es weniger ausführlich mag: Im Guardian hat Werner Herzog kürzlich eine Liste seiner fünf liebsten Dokus erstellt, inklusive einer seiner eigenen, weil, Zitat Herzog: "they’re all good, let’s face it".

Dokumentarfilme für die Ewigkeit

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Kommentare 2
  1. Andreas Schabert
    Andreas Schabert · vor mehr als 3 Jahre

    Dann hat Werner Herzog vermutlich nur einen Dokumentarfilm gedreht.
    Der Mann ist mit dermaßen viel Selbstbewusstsein ausgestattet, Kann mir nicht vorstellen, dass er Filme anderer Regisseure besser findet als seine eigenen ;-)

    1. Fabian Peltsch
      Fabian Peltsch · vor mehr als 3 Jahre

      Haha! War sicher hart für ihn, nur einen zu nennen. Tatsächlich sind es sogar zwei: "The Act of Killing" hat er produziert und wie im Text beschrieben, auch auf die Narration Einfluss genommen...

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