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Liebe, Sex und Wir

Auch einvernehmlicher Sex kann sehr, sehr schlecht sein

Theresa Bäuerlein
Journalistin. Autorin. Seit (gefühlt) schon immer.
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Theresa BäuerleinMontag, 22.05.2023

Diese Geschichte geht mir seit Wochen nicht aus dem Kopf. Anscheinend bin ich nicht die Einzige, sie ging nach ihrem Erscheinen 2017 viral. Ein Text von vor gut sechs Jahren – das klingt vielleicht, als wäre er veraltet. Ist er aber nicht. Weil das Thema zeitlos ist. Es geht um schlechten Sex. Genauer gesagt um schlechten Sex, den Margot mit Robert hat, und wie es dazu kommt. Das ist so normal, so traurig und tragisch und gleichzeitig so alltäglich, dass sich vermutlich sehr viele Menschen darin wiedererkennen.

Aus einer netten Situation, einem Flirt, einer leichten Verknalltheit und einem Date wird eine Nacht, in der nichts schlimm schiefläuft und die dennoch unaufhaltsam in einer Sexsituation mündet, die Margot beginnt und dann ungenießbar findet. 

Es ist tragisch-komisch. Es ist traurig. Es ist entsetzlich peinlich. Und für alle wiedererkennbar, die schon einmal schlechten Sex hatten. 

Während des Sex bewegte er sie mit schroffer Effizienz durch eine Reihe von Stellungen, drehte sie um, schob sie herum, und sie fühlte sich wieder wie eine Puppe, wie sie es vor dem 7-Eleven getan hatte, wenn auch nicht mehr so wertvoll - eine Puppe aus Gummi, flexibel und elastisch, eine Requisite für den Film, der in seinem Kopf ablief. Als sie oben war, klopfte er ihr auf den Schenkel und sagte: "Ja, ja, das gefällt dir", mit einem Tonfall, der es unmöglich machte zu sagen, ob er es als Frage, Beobachtung oder Befehl meinte, und als er sie umdrehte, knurrte er ihr ins Ohr: "Ich wollte schon immer ein Mädchen mit schönen Titten ficken", und sie musste ihr Gesicht im Kissen vergraben, um nicht wieder zu lachen. Am Ende, als er in der Missionarsstellung auf ihr lag, verlor er immer wieder seine Erektion, und jedes Mal sagte er aggressiv: "Du machst meinen Schwanz so hart", als ob eine Lüge dies wahr machen könnte. Schließlich, nach einem verzweifelten Ausbruch der Raserei, zitterte er, kam und brach auf ihr zusammen wie ein Baum, der fällt, und, unter ihm zerquetscht, dachte sie mit großer Klarheit: Das ist die schlechteste Entscheidung, die ich je im Leben getroffen habe! Und sie staunte eine Weile über sich selbst, über das Mysterium dieser Person, die gerade diese bizarre, unerklärliche Sache getan hatte.
Auch einvernehmlicher Sex kann sehr, sehr schlecht sein

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Kommentare 7
  1. Angelique Walter
    Angelique Walter · vor einem Jahr

    Beim Lesen der Geschichte wird deutlich, wie schwer es sein kann, zu formulieren was man erwartet.. möchte..braucht, fallss es sich ganz anders gestaltet.
    Es ist ein mir bekanntes Gefühl, nicht einfach aufhören zu können, wenn es sich nicht mehr gut anfühlt. Es gilt ja vermeintlich noch immer die Devise " Wer A sagt muss auch B sagen." , die natürlich völliger Quatsch ist. Sowas lernt Mensch im Laufe des Lebens aber zum Glück.

    1. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · vor einem Jahr · bearbeitet vor einem Jahr

      Genau das fand ich auch an dieser Geschichte so schön beschrieben, dieses Dilemma, an dem niemand “schuld” ist, aber einfach aus Hilflosigkeit zu dieser Situation führt. Sehr menschlich. Und ja, das Problem, nicht gut bremsen zu können, wenn es sich nicht mehr gut anfühlt, kennen wohl viele…

  2. Jürgen S.
    Jürgen S. · vor einem Jahr

    Und? Wie weiter?
    Soll es wieder einmal nur zeigen, dass wir Männer sowieso alle scheiße sind und noch nicht einmal in der Lage sind, Sex zu haben?
    Ich könnte jetzt von meinen Erlebnissen mit schlechtem Sex erzählen, aber ich bin keine Klatschtante, die sich ausheult, weil sie es nachträglich bereut, einfach nur gevögelt zu haben.

    1. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · vor einem Jahr · bearbeitet vor einem Jahr

      Hast du den Text gelesen?

    2. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · vor einem Jahr

      Hallo Jürgen,
      ich verstehe deinen Kommentar nicht so ganz. Ärgerst du dich über den empfohlenen Text, weil du das Gefühl hast, dass darin eine allgemeine Kritik an Männern mitschwingt? Das habe ich anders gelesen.
      Weil ich sehe, dass du noch recht neu hier bist, schicke ich mal den Hinweis auf unsere Netiquette mit. Uns ist extrem wichtig, in den Kommentaren möglichst respekt- und friedvoll miteinander zu diskutieren: https://www.piqd.de/ne...
      Grüße aus der Redaktion

    3. Jürgen S.
      Jürgen S. · vor einem Jahr

      @Maximilian Rosch Ach, Leute,
      das ist doch wieder nur das Auffrischen einer uralten Kamelle.
      Da steht „einvernehmlich“ und gemeint ist "der Mann hat es schon wieder nicht geschafft, mich zu befriedigen."
      Kennen wir schon.
      Kenne ich schon.
      Kennt jeder Mann.
      Merke: zu schlechtem Sex gehören immer zwei.

    4. Angelique Walter
      Angelique Walter · vor einem Jahr

      @Jürgen S. Diese Auffassung teile ich nicht. Zu schlechem Sex reicht schon eine unaufmerksame, ichbezogene Person, welche die Andere und ihre/seine Reaktionen missachtet. Zu gutem Sex gehören immer zwei !
      :-)

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