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Klima und Wandel

Der erste Demagoge des Anthropozäns

Daniela Becker
Autorin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerSamstag, 09.04.2022
Seit Jahren sind demokratische, pluralistische Systeme auf der ganzen Welt unter Beschuss. Eine ganze Weile liefen die Attacken eher Undercover vonstatten. Der Kreml finanzierte strategisch anti-europäische Strukturen in ganz Europa. Von AFD, über Front National bis Lega Nord – überall steckt russisches Geld drin.

Der britische Geheimdienstausschuss zur Rolle Russlands beim Brexit-Referendum ließ keinen Zweifel daran, dass russische Einflussnahme in Großbritannien stattgefunden habe.

Falls die französische Rechtsextreme Le Pen in Frankreich die Wahlen gewinnen sollte – und es läuft gar nicht so schlecht für sie – sieht es düster für die EU aus. Nun hat Putin den Krieg zurück auf den europäischen Kontinent gebracht und das System autoritärer Einzelherrscher misst ganz offen seine Kräfte gegen liberale Demokratie.

Der gepiqde Text ist aus dem Jahr 2016 und steht unter dem Eindruck des ersten Wahlsiegs von Donald Trump. Die Kernthese ist, dass die Klimakrise und ihre Auswirkung in Menschen den Wunsch nach einem „starken Führer“ weckt.
Der Text hat sich mir ins Hirn gebrannt und seit Beginn des Krieges musste ich oft daran denken. Jeder, der sich mit Klimakrise beschäftigt, hat im Kopf ein solches Szenario bereits durchgespielt. 
Spend enough time with some of the worst-case climate scenarios, and you may start to assume, as I did, that a major demagogue would contest the presidency in the next century. I figured that the catastrophic consequences of planetary warming would all but ensure the necessary conditions for such a leader, and I imagined their support coming from a movement motivated by ethnonationalism, economic stagnation, and hatred of immigrants and refugees. I pictured, in other words, something not so far from Trump 2016.

I just assumed it wouldn’t pop up until 2040.


Brexit, Trump, Russland überfällt die Ukraine: In der Tat scheint der liberalen Demokratie bereits die Luft auszugehen, noch bevor die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise deutlich werden, weil wir zu lange zugelassen  haben, dass demokratische Systeme erodieren. 

Oder es ist unser Weckruf. Demokratische Freiheit muss geschützt werden und dafür müssen wir einstehen.

Dem Fazit des Autors konnte ich damals zustimmen und heute ebenso.
But Trump’s success in the primary among the civically disintegrated suggests another way forward. Improving the United States’s immune response to authoritarian leadership—a response that could be repeatedly tested in the century to come—can follow from weaving its civic fabric ever tighter. I don’t know what this will look like, exactly, for every person. But here are some places to start: Volunteer. Run for local or state office. Give to charity (whether due to religion or effective altruism). Organize at work. Join a church or a community choir or the local library staff. Make your hometown a better place for refugees to settle. Raise a child well.

Das hat nichts mit dem eigentlichen Ziel zu tun, die Klimaemissionen zu reduzieren. Deswegen mag all das unbedeutend erscheinen, so der Autor.

And, admittedly, they are. But climate realists have always split their work between mitigation—that is, trying to keep the climate from getting worse—and adaptation—trying to protect what we already have. As more warming gets baked into the biosphere, as seas rise and livelihoods fall, these prosaic steps will become vital forms of adaptation.

Die Eindämmung des Klimawandels ist an sich ein lohnenswertes Ziel. Er ist umso wichtiger, wenn er als eine weitere Form des langfristigen Antifaschismus verstanden wird, so der Autor.

Ich würde mir wünschen, dass unsere Regierung diesen Gedanken mit Blick auf Russland nicht vergisst.

Der erste Demagoge des Anthropozäns

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