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Fundstücke

Gibt es eine verordnete Einheitsmeinung in der Migrationsforschung?

Dirk Liesemer
Autor und Journalist
Zum Kurator'innen-Profil
Dirk LiesemerDonnerstag, 09.03.2023

Mohamed Amjahid hatte kürzlich einen Text aus dem Tagesspiegel gepiqd, in dem es um das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit und die Migrationsforschung geht. Der alles andere als nüchterne Gastbeitrag im Tagesspiegel konnte dem Netzwerk nichts Gutes abgewinnen.

Im unten gepiqten Beitrag hat sich nun FAZ-Redakteur Thomas Thiel mit dem Thema beschäftigt – und verteidigt den Migrationsforscher Stefan Luft gegen die im Tagesspiegel formulierte Kritik (die dort übrigens nicht von Journalisten, sondern von Gastautoren aus der Wissenschaft vortragen wurde).

Ich finde die Betrachtung hilfreich, weil sie sich einmal die Argumente anschaut. Es geht um die Frage, ob sich die Migrationsforschung von politischen Motiven leiten lässt. Und das ist natürlich eine Frage, die alles andere als ketzerisch sein sollte.

Gibt es eine verordnete Einheitsmeinung in der Migrationsforschung?

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Kommentare 10
  1. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor mehr als ein Jahr · bearbeitet vor mehr als ein Jahr

    Der Beitrag ist sachlich, aber erzählt nicht wie es zur Gründung der Migrationsforschung aus dem Geist der Politikberatung kam.

    Der im Artikel erwähnte Klaus Bade versuchte jahrelang ein Institut für Migrationsforschung zu gründen; Absage reihte sich an Absage.

    Als er Professor in Freiburg im Breisgau werden wollte, ging 1992 eine Welle von ausländerfeindlichen Anschlägen durchs Land. Das Pogrom von Rostock brachte es auf die Titelseite amerikanischer Zeitungen. Kurz nach der zweiten deutschen staatlichen Einheit stellte sich die Frage: Scheitert Deutschland erneut?

    Gleichzeitig kamen europäische Kriegsflüchtlinge aus Jugoslawien.

    In dieser Situation brauchte die Politik Beratung. Nun erhielt Bade Geld, viel Geld, und entwickelte sich, wie es richtig im Artikel heißt, zum Nestor der Migrationsforschung.

    Als Rentner malt er wie in seiner Jugend und gab mir für mein Buch AN DEN RÄNDERN EUROPAS ein langes Gespräch, das ich mit seinem Archiv auswertete. Ohne diese Verquickung ist vieles nicht zu verstehen.
    https://www.penguinran...

    1. Lutz Müller
      Lutz Müller · vor mehr als ein Jahr

      Danke für den Hinweis auf Dein Buch. Er erschien ja schon bei einem früheren Piq - bisher hatte ich keine Zeit, aber die wichtigen Bezüge sind ein Ansporn, es unbedingt zu lesen.

    2. Achim Engelberg
      Achim Engelberg · vor mehr als ein Jahr

      @Lutz Müller Das freut mich.

  2. Lutz Müller
    Lutz Müller · vor mehr als ein Jahr

    Der Artikel liefert - anders als der erwähnte des Tagesspiegels - sachliche Kritik zum Stand der Migrationsforschung.
    Einzig stört mich der Titel "Politik der Denunziation", der die geäußerten sachlichen Argumente m. E. n. überspitzt.
    Leider steht er hinter der Paywall, für 7 Tage nach Erscheinen auch über Blendle: https://blendle.com/se...

    1. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor mehr als ein Jahr

      Danke für den Link auf Blendle, lustigerweise kann ich noch frei auf den Text zugreifen... Mal sehen, wie lange noch. Und ja: Die Überschrift haut auf die Kacke.

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor mehr als ein Jahr

      @Dirk Liesemer Leider ist das bei Überschriften sehr oft so. Man hält das wohl für gutes Marketing?

    3. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor mehr als ein Jahr

      @Thomas Wahl Es funktioniert oft einfach, wobei die Überschriften in der Zeitung oft dezenter sind als im Netz - bei ansonsten identischen Artikeln.

    4. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor mehr als ein Jahr

      @Dirk Liesemer Aha, ist mir noch gar nicht aufgefallen.

    5. Lutz Müller
      Lutz Müller · vor mehr als ein Jahr

      @Dirk Liesemer Gegenbeispiel für Überschrift im SPIEGEL: Wurde vielleicht die Online-Version korrigiert, nachdem das Heft gedruckt war und das Interview auf Englisch ins Netz gestellt wurde? Siehe www.piqd.de/zeitgeschi...

      Schon manchmal habe ich mich gefragt, inwieweit die Headlines überhaupt von den Autoren kommen oder die Redaktionen feine Änderungen einbauen.

    6. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor mehr als ein Jahr

      @Lutz Müller Überschriften, Vorspänne, Zwischentitel werden grundsätzlich von Redaktionen gemacht.

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